GoatCounter: Sessions, IP-Verarbeitung und Aggregate richtig einordnen
GoatCounter speichert standardmäßig stark aggregierte Statistiken und keine rohe IP-Adresse in der Datenbank. Trotzdem verarbeitet es die Adresse zur Erkennung wiederholter Besuche.
Sessionerkennung
GoatCounter bildet aus Site-ID, User-Agent und IP eine Sessionkennung. Die Zuordnung zu einer zufälligen UUID bleibt laut aktueller Dokumentation bis zu acht Stunden im Arbeitsspeicher und wird nicht auf Disk geschrieben.
Noch sparsamer: Sessions deaktivieren
In Settings → Data collection → Sessions kann die Sessionerkennung abgeschaltet werden. Dann wird jeder Seitenaufruf gezählt, ohne dass Reloads für die Statistik zusammengefasst werden müssen.
Individual Pageviews nicht unnötig aktivieren
Die detaillierte Speicherung einzelner Pageviews ist standardmäßig deaktiviert. Für einen minimalistischen Einsatz sollte sie deaktiviert bleiben und nur die wirklich benötigten Aggregate sollten erhoben werden.
Quellen und Kontrolle
Die Anleitung stützt sich auf mehrere aktuelle Quellen. Herstellerangaben werden nicht als Beweis dafür verstanden, dass jede konkrete Installation automatisch datenschutzkonform ist.
Wichtig: IP-Verarbeitung ist nicht IP-Speicherung
Die IP-Adresse wird für die Netzwerkverbindung technisch verarbeitet. Zusätzlich können Hoster, Firewall oder DDoS-Schutz sie zeitlich begrenzt zur Sicherheit verarbeiten oder speichern. „Wir speichern nicht!“ trennt diese Sicherheitsebene von unnötiger dauerhafter Besucherprotokollierung durch Website, Anwendung und normale Access-Logs.