Matomo: Original-IP schon vor dem Tracker entfernen
Matomos normale IP-Anonymisierung maskiert die Adresse, nachdem der Tracking-Request Matomo erreicht hat. Für strengere Datensparsamkeit dokumentiert Matomo einen Tracker-Proxy, der die originale Besucher-IP bereits vor Matomo entfernen kann.
Unterschied zum normalen IP-Masking
Bei der normalen Anonymisierung erreicht die vollständige IP zunächst den Matomo-Server und wird anschließend im Arbeitsspeicher maskiert. Mit der entsprechenden Tracker-Proxy-Konfiguration erhält Matomo für Standard-Trackingrequests stattdessen keine originale Besucher-IP.
Folgen bewusst akzeptieren
Ohne originale IP funktionieren Standortbestimmung, IP-basierte Ausschlüsse und einige Spam-/Bot-Prüfungen schlechter oder gar nicht. Auch cookielose Wiedererkennung und Kennzahlen wie Unique Visitors können ungenauer werden.
Webserver weiterhin separat prüfen
Der Tracker-Proxy löst nicht automatisch das Logging der vorgeschalteten Webserver- oder Proxy-Ebene. Dort weiterhin sicherstellen, dass die ursprüngliche Besucher-IP nicht unnötig dauerhaft gespeichert wird.
Quellen und Kontrolle
Die Anleitung stützt sich auf mehrere aktuelle Quellen. Herstellerangaben werden nicht als Beweis dafür verstanden, dass jede konkrete Installation automatisch datenschutzkonform ist.
Wichtig: IP-Verarbeitung ist nicht IP-Speicherung
Die IP-Adresse wird für die Netzwerkverbindung technisch verarbeitet. Zusätzlich können Hoster, Firewall oder DDoS-Schutz sie zeitlich begrenzt zur Sicherheit verarbeiten oder speichern. „Wir speichern nicht!“ trennt diese Sicherheitsebene von unnötiger dauerhafter Besucherprotokollierung durch Website, Anwendung und normale Access-Logs.